Zum Hauptinhalt springen

Ein neues Jahr – Was steht für den Jahresanfang auf dem Zettel?


Transparenzhinweis': dieses Bild wurde mit einem generativen KI-Werkzeug erstellt

Überblick:

Das neue Jahr ist da und mit ihm kommen neue Herausforderungen und Möglichkeiten für dich als Berufsbetreuer*in. Doch bevor du dich voller Elan in deine neuen Projekte stürzt, solltest du einige wichtige Aufgaben erledigen, die dir den Start ins Jahr erleichtern und dir Ärger ersparen können. In diesem Artikel erfährst du, welche drei Aufgaben das sind und wie du sie am besten angehst.

Wie erstellst du einen Jahresabschluss für deine Betreuungsfälle?

Eine der wichtigsten Aufgaben, die du am Jahresanfang erledigen solltest, ist die Erstellung eines Jahresabschlusses für jeden deiner Betreuungsfälle. Damit zeigst du dem Betreuungsgericht, wie du die finanziellen Angelegenheiten deiner Betreuten im vergangenen Jahr geregelt hast und ob es irgendwelche Unregelmäßigkeiten gab. Außerdem hilft dir der Jahresabschluss, einen Überblick über die Einnahmen und Ausgaben deiner Betreuten zu behalten und eventuelle Sparpotenziale zu erkennen.

Um einen Jahresabschluss zu erstellen, brauchst du folgende Unterlagen:

  • Die Kontoauszüge aller Konten deiner Betreuten für das gesamte Jahr
  • Die Belege für alle Einnahmen und Ausgaben deiner Betreuten, wie z.B. Rentenbescheide, Lohnabrechnungen, Mietverträge, Rechnungen, Quittungen, etc.
  • Die Vermögensaufstellung deiner Betreuten zum Jahresende, die alle Vermögenswerte und Schulden auflistet, wie z.B. Bargeld, Sparbücher, Wertpapiere, Immobilien, Kredite, etc.

Mit diesen Unterlagen kannst du eine Einnahmen- und Ausgabenrechnung erstellen, die alle Geldbewegungen deiner Betreuten im Jahr zeigt. Dabei solltest du die Einnahmen und Ausgaben nach Kategorien sortieren, wie z.B. Lebenshaltung, Wohnen, Gesundheit, Freizeit, etc. So kannst du leichter erkennen, wofür deine Betreuten ihr Geld ausgeben und ob es angemessen ist. Außerdem solltest du die Vermögensaufstellung mit der des Vorjahres vergleichen und eventuelle Veränderungen erklären.

Den Jahresabschluss musst du unaufgefordert beim Betreuungsgericht einreichen. Dabei solltest du darauf achten, dass er vollständig, übersichtlich und nachvollziehbar ist. Wenn du Fragen oder Schwierigkeiten hast, kannst du dich an die Betreuungsbehörde oder an einen Berufsverein wenden, die dir gerne weiterhelfen.

Planst du deine Fortbildung für das neue Jahr?

Eine weitere Aufgabe, die du am Jahresanfang erledigen solltest, ist die Planung einer Fortbildung für das neue Jahr. Als Berufsbetreuer*in bist du gesetzlich verpflichtet, dich regelmäßig fortzubilden. Fortbildungen kommen nicht nur deinen Betreuten zugute, sondern auch dir selbst, denn du kannst dich so besser auf neue Situationen einstellen und deine berufliche Kompetenz steigern. Und unter Umständen erhältst du sogar eine höhere Vergütung.

Um deine Fortbildung zu planen, solltest du dir zunächst überlegen, welche Themen dich besonders interessieren und welche für deine Betreuungsfälle relevant sind. Dabei kannst du dich an folgenden Fragen orientieren:

  • Welche rechtlichen Änderungen gibt es, die deine Betreuungsfälle betreffen?
  • Welche sozialen oder medizinischen Themen sind für deine Betreuten wichtig?
  • Welche persönlichen oder beruflichen Ziele möchtest du erreichen?
  • Welche Fähigkeiten oder Methoden möchtest du verbessern oder erlernen?

Wenn du deine Schwerpunkte festgelegt hast, kannst du dich nach passenden Fortbildungsangeboten umsehen. Dabei hast du eine große Auswahl an verschiedenen Formaten, wie z.B. Seminare, Webinare, Workshops, Fachbücher, Online-Kurse, etc. Achte dabei darauf, dass die Fortbildungsangebote von qualifizierten und anerkannten Anbietern stammen und dass sie deinen Bedürfnissen und Erwartungen entsprechen. Behalte dabei aber stets deine Fortbildungskosten im Blick und suche gegebenenfalls nach Fördermöglichkeiten.

Deine Fortbildung solltest du möglichst frühzeitig planen und buchen, um dir einen Platz zu sichern und von eventuellen Frühbucherrabatten zu profitieren. Außerdem solltest du deine Fortbildungstermine in deinen Kalender eintragen und dir genügend Zeit dafür freihalten. Nach jeder Fortbildung solltest du dir eine Teilnahmebescheinigung ausstellen lassen und diese sicher verfahren. So kannst du jederzeit nachweisen, dass du dich fortgebildet hast.

Wie gestaltest du deine Betreuungsarbeit im neuen Jahr?

Die dritte Aufgabe, die für den Jahresanfang erledigen ansteht, ist die Gestaltung deiner Betreuungsarbeit im neuen Jahr. Damit ist gemeint, dass du dir überlegst, wie du deine Betreuungsfälle im neuen Jahr betreuen möchtest und welche Ziele du mit ihnen verfolgst.

Um deine Betreuungsarbeit zu organisieren, kannst du folgende Schritte durchführen:

  • Überprüfe die Betreuungsverfügungen deiner Betreuten und stelle sicher, dass sie noch aktuell und gültig sind. Wenn nötig, passe sie an oder erstelle neue.
  • Erstelle oder aktualisiere die Betreuungspläne deiner Betreuten und lege fest, welche Aufgaben du für sie übernimmst und welche Ziele du mit ihnen erreichst. Dabei solltest du dich natürlich immer an den gesetzlichen Vorgaben und den individuellen Bedürfnissen deiner Betreuten orientieren.
  • Vereinbare regelmäßige Termine mit deinen Betreuten und besuche sie persönlich oder telefonisch. Dabei solltest du dich über ihre Situation informieren, ihre Fragen beantworten, ihre Wünsche berücksichtigen und ihre Probleme lösen. Außerdem solltest du ihnen Feedback geben, wie sie ihre Ziele erreichen können und welche Fortschritte sie machen.
  • Halte Kontakt mit den Angehörigen, Ärzt*innen, Pflegediensten, Sozialarbeiter*innen und anderen Beteiligten deiner Betreuten, tausche dich mit ihnen aus und erkundige dich nach Neuigkeiten.
  • Dokumentiere deine Betreuungsarbeit sorgfältig und lückenlos in deinen Akten und führe eine ordentliche Buchführung oder nutze eine Dokumentationssoftware. Hier solltest du alle wichtigen Informationen, Entscheidungen, Vereinbarungen, Belege, etc. festhalten und aufbewahren.

Fazit:

Der Jahresanfang ist eine gute Gelegenheit, um deine Betreuungsarbeit zu organisieren und zu optimieren. Wenn du die drei Aufgaben erledigst, die wir dir in diesem Artikel vorgestellt haben, kannst du dir viel Stress und Ärger ersparen und deine Betreuten bestmöglich unterstützen. Wir wünschen dir viel Erfolg und Spaß bei deiner Betreuungsarbeit im neuen Jahr!

Hat dir der Artikel weitergeholfen?

Bist du in der Betreuung tätig und möchtest dich mit Gleichgesinnten verbinden? Bei uns findest du eine offene Community, in der du dich austauschen und voneinander lernen kannst.

Jede Woche gibt es neues zu lesen und lernen!