Konflikte zwischen Betreuer*in und der betreuten Person
Überblick:
Wie muss ich mich als Betreuer*in bei einem Konflikt verhalten?
Es ist wichtig, dass du als Betreuer*in in Konfliktsituationen besonnen und professionell agierst. Eine offene Kommunikation und ein respektvoller Umgang sind von großer Bedeutung. Es ist grundsätzlich förderlich, dem oder der Betreuten die eigenen Entscheidungen und Handlungen verständlich zu erklären und ihm oder ihr die Hintergründe zu erläutern. Dabei musst du stets auch die Wünsche und Bedürfnisse des oder der Betreuten beachten und ihm oder ihr eine Mitbestimmung ermöglichen.
Sollte es zu einem Konflikt kommen, ist es wichtig, dass du sachlich und professionell reagierst und gemeinsam mit dem oder der Betreuten eine Lösung findest, die das Wohl des oder der Betreuten im Blick hat. Achte dabei darauf, dass du stets die eigene Neutralität wahrst und nicht persönlich beleidigt oder verärgert reagierst.
Deine Aufgabe als Betreuer*in ist es, den oder die Betreute*n zu unterstützen. Konflikte sollten also nicht noch mehr Anstrengungen verursachen als oft sowieso schon vorhanden. Besonders bei Betreuten mit psychischen Krankheiten können Konflikte einen langfristigen Vertrauensverlust herbeiführen. Du solltest also in jedem Fall mit einer großen Menge an Feingefühl an Situationen dieser Art heran gehen.
Was mache ich, wenn ich Hilfe oder Unterstützung bei einem Konflikt benötige?
Wenn du das Gefühl hast, dass du in einem Konflikt mit einer zu betreuten Person bist, den du nicht allein lösen kannst, hast du mehrere Optionen Hilfe in Anspruch zu nehmen:
- Hol dir einen Rat von Kolleg*innen ein. Oft ist es so, dass eine außenstehende Person dir wertvolle Tipps geben und der Konflikt so gelöst werden kann. Dabei ist es aber sehr wichtig die Persönlichkeitsrechte des oder der Betreuten zu beachten. Betreuer*innen sind haben zwar keine Schweigepflicht, trotzdem sollten vertrauliche Informationen oder persönliche Daten nicht an Dritte weitergegeben werden.
- Wende dich an einen Betreuungsverein, wenn du das Gefühl hast, dass du Hilfe benötigst. Die Aufgabe von Betreuungsvereinen ist es, dich als Betreuer*in zu unterstützen. Zögere nicht dieses Angebot zu nutzen.
- Das Betreuungsgericht ist eine weitere Möglichkeit, sollte aber nur bei sehr dringenden und akuten Problemen in Erwägung gezogen werden.
Manchmal kommt es zu Konflikten, die das Vertrauensverhältnis zwischen Betreuer*in und der betreuten Person langfristig kaputt gemacht haben. Hier kann es für beide Parteien notwendig sein die Betreuung zu beenden und an einen anderen oder eine andere Betreuer*in zu übergeben.
Fazit:
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